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Denis Andernach und Ward Zwart
23.02.2011 18:33 von Dirk Streitenfeld
Eröffnung:
Freitag, 11.03., 19:30 Uhr
Mit einer Einführung. Die beiden Künstler Denis Andernach (D / F) und Ward Zwart (B) werden anwesend sein.
Öffnungszeiten:
Ausstellungsdauer: 12. März bis 2. April
Montag bis Freitag, 11 bis 13 Uhr,
Mittwoch und Freitag, 17 bis 20 Uhr,
Samstag, 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung
Junge Zeichner – Landschafts- und Menschenporträts
Mit Denis Andernach (Deutschland / Frankreich) und Ward Zwart (Belgien) haben wir für unsere neue Ausstellung zwei sehr zielgerichtete und stilsichere Zeichner eingeladen. Was auf den ersten Blick kaum zusammengeht, nämlich Architekturentwürfe in menschenleeren Landschaften und Personendarstellungen mit unterschiedlichster Physiognomie, kreist dennoch um das gleiche Thema: das menschliche Porträt. Wir kennen am Beispiel der Fotografien von Jörg Sasse die Darstellung des indirekten Porträts, das sich über Gegenstände oder Einrichtungsstile definiert.
Kaum anders verhält es sich mit den Landschaftshäusern von Denis Andernach. Der Mensch unterwirft sich der Architektur und sieht sich und das Gebäude als eine Einheit. Großes Gebäude, kleiner Mensch. Er tritt nicht auf, er bleibt im Hintergrund. Das so entstandene indirekte Portrait lobt den Designer und den Besitzer. Eine Demonstration der Macht. Denis Andernach ist Architekt und träumt – und träumt dabei auch noch logisch.
Die punkigen Gestalten des Ward Zwart entfalten Kraft durch Authentizität, mit Ausdruck und Sonderlichkeit. Sie werfen ihre ganz persönliche Eigenart in die Waage und scheinen sich der Wirkung ihres Auftritts ziemlich sicher. Personenportraits dieser Güte sind sehr selten.
So ungeschminkt und unverstellt kann man selten eine soziale Gruppe erleben. Wie im Dokumentarfilm porträtiert Ward Zwart Gleichaltrige und lässt uns an deren Brandstiftungen und anderem teilnehmen. Um im Bild zu bleiben, sieht er die Menschen als „ehrliche Haut“, ohne dabei ihre Pickel zu unterschlagen.